Liebe Pilkentafel,
ich denke meine Wahrnehmung ihres Stückes ist stark geprägt durch die vorangegangene sehr anstrengende Zeit. Völlig erschöpft wurde ich von Ihnen also mitgenommen auf diese fantastische Reise. Erstmal befanden wir uns jedoch in dem Empfangsraum und warteten auf das, was kommen mochte. Mich begeisteten ja schon die Wollsocken, auch die Einleitung, die Kafka etwas erklärte, erwies sich als hilfreich.
Tja, mit meinem Spruch konnte ich erstmal nichts anfangen, aber da wußte ich auch noch nicht, dass sich hinter diesem Spruch eine Art Bett befand. Himmlisch und genau das, was ich jetzt brauchte – einfach etwas Ruhe. Also machte ich es mir gemütlich und erwartete den ersten Text. Dieser endete dann völlig abrupt. Gerade am dem Punkt, an dem ich mich in den Text hinein gefühlt/gehört/fallen lassen hatte. Schade. So lag ich da und kam nicht zur Ruhe.
Nächster Text, schon wieder abrupt unterbrochen! Aber mit dem dritten Text konnte ich auch mal von dem Spiel auf der “Bühne” wegsehen und in mich hineinsehen. Auch hatte ich mich mittlerweile an das Ende dieser Texte gewöhnen. Zunehmend konnte ich mich fallen lassen und den Texten vollen Spieraum in meinem Kopf geben. Mal gefiel mir ein Text, mal erreichte er mich einfach nicht und ich versank etwas in eigene Gedanken. Wieder ein anderer Text weckte mein Interesse der “Inszenierung” vorne zu folgen.
Endlich verließ mich dieser “Wachzustand” und man konnte mit diesen Tecten sich treiben lassen, wäre mir nur nicht kalt geworden. Aber ich hatte kaum meine Jacke ganz geschlossen und gestgestellt, das mir immer noch kalt ist, da wurden Decken verteilt. Perfekter Zeitpunkt.Aber wohlig warm eingekuschelt, weich liegend im Dämmerlicht, versank ich immer mehr in meinen eigenen Gedanken und Träumen.
Kurz vor dem Punkt, an dem ich eingeschlafen wäre, wurde ich jedoch brutal aus dem entspannten Dasein gerissen. Grauenhaft laut, schrecklich schrill und gruselige Texte folgten, begleitet von dem gerade beschrieben Cello. Aua, das tat fast weh. Und plötzlich war es wieder ruhig und friedlich. Langsam entspannte ich mich wieder und das Geschehen begann von vorne.
Wegdriftenm zuhören, aufschrecken. Aber ganz am Ende wurden wir langsam wieder in die Realität zurück geholt. Ich fühlte mich, wie nach einer Nacht mit Albträumen, schönen Träumen und Traumfetzen, dioe noch im Kopf herumspukten. Aber herrlich entspannt, als wäre ich in einer anderen Welt gewesen.
Voller Eindrücke und Impressionen und wirklich entspannt machte ich mich wieder auf den Heimweg.
Ein tolles Erlebnis!
Lara