Pilkentafel

AKTUELLES

29. Dezember 2011 - 14:27 Uhr

im Dezember war Veronique Chatard von der Compagnie Les Yeux Gourmands einige Tage zu Besuch. Sie hat ihre Arbeit den Flensburgern vorgestellt. Die Pläne für die nächste Saison nehmen immer mehr Form an und wir werden ab jetzt anfangen, regelmäßig über den Prozess zu berichten. Denn es wird ncht nur ein Austausch zweier Theatergruppen, sondern vor allem ein Austausch der Theatergruppen mit dem jeweils anderen Publikum und Umfeld. Deshalb hier ein link zum Artikel, der zu diesem Projekt im Flensburger Tageblatt erschien, und ein link zu einem Video, in dem Veronique das Projekt vorstellt – für alle, die französisch verstehen, oder einfach nur Lust haben, sie zu sehen.

5. Dezember 2011 - 12:41 Uhr

Nach Jahren des Stillstands ist ja nun dramatische Bewegung in die Kulturpolitik der Stadt Flensburg gekommen, und fndet sogar ein überregionales Echo. hier der link zur TAZ Nord: http://www.taz.de/Vor-dem-Kahlschlag/!82939/. Angesichts dieser Situation ist jede Form von öffentlichem Interesse und Druck auf hilfreich.

3. November 2011 - 19:56 Uhr

Ich ging mit der Erwartung rein, dass wir auf Bänken sitzen würden, wie bei “Die Verwandlung”, und nur die Fragmente anhören mussten. Als wir doch die Socken anzogen, die Karten mit den Sprüchen bekamen und den Raum sahen, wurde mir klar, dass sich meine Erwartungen deutlich von dem, was gezeigt werden würde, abschweifen würde.
Da war mein Interesse vollends geweckt. Die Atmosphäre war einfach gigantisch. Durch den komplett aus Stoff bestehenden Raum wurde er sehr gemütlich und durch die abgetrennten Bereiche hatte man seinen eigenen kleinen Rückzugsort, wo man den Fragmenten lauschen konnte. Sehr gut fand ich die zwei Pausen, wo wir eine Decke und Studentenfutter bekamen. Das gedimmte Licht lud sehr zum Entspannen ein.
Besonders gut fand ich auch die wechselnde Sprechweise, die jedem Fragment seinen eigenen Charakter gab und man sich sehr gut auf die unterschiedlichen Texte konzentrieren konnte, weil es nicht eintönig wurde. Auch der Zusatz mit dem Celllo war angenehm, ausser wenn das Cello an die Box angeschlossen war, da war es ein wenig zu laut und das Entspannen fiel schwer.
Die wechselnde Leserposition machte das Zuhören spannender, da man sich immer wieder neu orientieren musste. Die Auswahl der Fragmente war gut gewählt. Ich könnte mir vorstellen, es mir noch einmal anzuhören, weil man wirklich in einem Traum geführt wird und das Zuhören ungemein angenehm und entspannend war.
Danke für das tolle Ereignis, ich habe es wirklich sehr genossen!
Marianne Arp

- 19:42 Uhr

Liebe Pilkentafel,

ich denke meine Wahrnehmung ihres Stückes ist stark geprägt durch die vorangegangene sehr anstrengende Zeit. Völlig erschöpft wurde ich von Ihnen also mitgenommen auf diese fantastische Reise. Erstmal befanden wir uns jedoch in dem Empfangsraum und warteten auf das, was kommen mochte. Mich begeisteten ja schon die Wollsocken, auch die Einleitung, die Kafka etwas erklärte, erwies sich als hilfreich.
Tja, mit meinem Spruch konnte ich erstmal nichts anfangen, aber da wußte ich auch noch nicht, dass sich hinter diesem Spruch eine Art Bett befand. Himmlisch und genau das, was ich jetzt brauchte – einfach etwas Ruhe. Also machte ich es mir gemütlich und erwartete den ersten Text. Dieser endete dann völlig abrupt. Gerade am dem Punkt, an dem ich mich in den Text hinein gefühlt/gehört/fallen lassen hatte. Schade. So lag ich da und kam nicht zur Ruhe.

Nächster Text, schon wieder abrupt unterbrochen! Aber mit dem dritten Text konnte ich auch mal von dem Spiel auf der “Bühne” wegsehen und in mich hineinsehen. Auch hatte ich mich mittlerweile an das Ende dieser Texte gewöhnen. Zunehmend konnte ich mich fallen lassen und den Texten vollen Spieraum in meinem Kopf geben. Mal gefiel mir ein Text, mal erreichte er mich einfach nicht und ich versank etwas in eigene Gedanken. Wieder ein anderer Text weckte mein Interesse der “Inszenierung” vorne zu folgen.

Endlich verließ mich dieser “Wachzustand” und man konnte mit diesen Tecten sich treiben lassen, wäre mir nur nicht kalt geworden. Aber ich hatte kaum meine Jacke ganz geschlossen und gestgestellt, das mir immer noch kalt ist, da wurden Decken verteilt. Perfekter Zeitpunkt.Aber wohlig warm eingekuschelt, weich liegend im Dämmerlicht, versank ich immer mehr in meinen eigenen Gedanken und Träumen.

Kurz vor dem Punkt, an dem ich eingeschlafen wäre, wurde ich jedoch brutal aus dem entspannten Dasein gerissen. Grauenhaft laut, schrecklich schrill und gruselige Texte folgten, begleitet von dem gerade beschrieben Cello. Aua, das tat fast weh. Und plötzlich war es wieder ruhig und friedlich. Langsam entspannte ich mich wieder und  das Geschehen begann von vorne.

Wegdriftenm zuhören, aufschrecken. Aber ganz am Ende wurden wir langsam wieder in die Realität zurück geholt. Ich fühlte mich, wie nach einer Nacht mit Albträumen, schönen Träumen und Traumfetzen, dioe noch im Kopf herumspukten. Aber herrlich entspannt, als wäre ich in einer anderen Welt gewesen.

Voller Eindrücke und Impressionen und wirklich entspannt machte ich mich wieder auf den Heimweg.

Ein tolles Erlebnis!

Lara

- 19:40 Uhr

Sehr geehrtes Pilkentafel-Team,
die Lesung der Kafka-Fragmente hat mir ausgesprochen gut gefallen. Zum einen sind die Fragmente sehr gut ausgewählt und gegliedert worden, wodurch gederzeit eine gewisse Spannung bzw. ein Interesse erzeugt wurde. Außerdem wurden diese sehr gut in Szene gesetzt, wodurch sie eine tiefere Aussagekraft verliehen bekamen, so waren z.B. die schreiende Brücke zbd der wilde Kampf der beiden Hände ein mitreißendes Erlebnis.
Die Musikuntermalung ist sehr gut gewählt worden und gerade die wechselnde Lautstärke unterstrich die Atmosphäre. Die Aufmachung gefiel mir ausserdem ausgezeichnet. Die kastenartigen Betten mit den Wolldecken und dem Studentenfutter waren Garanten für die Wohlfühl-Atmosphäre-
Auch die Gliederung durch die kurzen Pausen war angebracht und ließ die vorherigen Fragmente im Kopf nachklingen. Der nur punktuelle Einsatz von Licht brachte eine sinnvolle Verknüpfung zu den Träumen, da man selbst nicht wusstem ob man schon träumt oder noch zuhört. Der Hauptsprecher hat eine wunderbare Vorstellung geboten und passend die wechselnden Situationen vermittelt.
Alles in allem war es eine der besten kulturellen Aufführungen, die ich je gesehen habe und ich würde sie mir immer wieder ansehen bzw. anhören!
Großes Lob!
Patrick Seiler

- 13:23 Uhr

” Bitte betrachten Sie mich als einen Traum” trifft die Darstellung Kafkas Fragmente der Pilkentfel punktgenau. Es war mal wieder ein Balanceakt zwischen Vortragshandlung und eigener Fantasie, die in Erinnerung blieb.
Schon mit Betreten des Raumes wirkte eine angenehme, beruhigende Athmosphäre auf mich, die die Körperaktivität deutlich runterfahren leiß. Durch die daraus entstehende volle Konzentration der Sinne fühlte ich mich weit ab von der Realität ausserhalb.
Die AUsschnitte aus Kafkas Gedankengut wirkten teilweise fast verstörend auf mich, andere wiederum etwas seltsam. Es wareb eher Phantasiegeschichten, die mich lediglich dazu verleiteten, unterbewußt abzuheben und mir meine eigenen Gedanken zu machen. Wirklich, ob gewollt oder nicht ein toller Effekt! Schleßend konnte man wieder einsteigen in die Erzählungen. Es war irgendwie beruhigend und dem Titel der Lesung gerecht, dass das Geschehnis im Kopf und nicht im Raum stattfand, wobei gelegendliche Akzente gut gewählt wurden: Deckenausgabe, Musik etc. sowie das Gehen entlang der “Betten” und durch die Kästen.
Also alles in allem wieder ein tolles Erlebnis, ein Theater, das “Theater” macht. Toll!
Marlen

- 13:11 Uhr

Zunächst einmal fand ich die Idee klasse, nicht wie sonst die Zuschauer auf Bänken sitzen zu lassen, sondern diese “Betten” mitten in den Raum zu legen, wo sich der Zuschauer reinlegen kann. Dadurch wurde der Traum-Character viel deutlicher und man dachte wirklich, dass man träumt.
Die ganze Einrichtung in dem Raum war zwar relativ einfach, aber so speziell und von der Idee her gut, was ich sehr witzig fand. Durch die verschiedenen Sprüche, de den Betten zugeordnet waren, bekam alles noch einen persönlichen Bezug. Ich fan gut, dass man auch, wenn man die Augen zu hatte, alles mitbekam (dieser Einschlaf-Charakter sosgar besser rüber kam) jedoch auch mit den Augen auf interessante Entdeckungen macht; wie z.B. das reflektierende Wasser an der Decke oder die Mimik und Gestik der Schauspieler. An diese muss ich auch ein grpßes Lob aussprechen, da es ja enorm viel Text war, den sie (bzw. eigentlich nur der eine) zu lernen hatte. Alles in allem hat mir die Lesung sehr gut gefallen, da sie, wie so oft in der Pilkentafel, etwas ganz anderes war.

Tim M.

- 12:24 Uhr

In der schule haben wir im 11. Jahrgang Die Verwandlung” von Kafka gelesen. Ich fand die ganze Geschichte sehr eindrucksvoll und es überraschte mich, als wir uns in der Pilkentafel ein Theaterstück zu der Erzählung besuchten, da ich mir nicht vorstellen konnte, Gregor Samsa als Käfer zu sehen, bzw. wie es umgesetzt werden würde, ohne ins Lächerliche gezogen zu werden. Mit gefiel die Vorstellung sehr gut, sodass ich sehr gespannt war, was us bei “Bitte betrachtenSie mich als einen Traum” erwarten würde. Ich wusste nur, dass es um eine Lesung ging, doch ich konnte mit nicht vorstellen, dass es sich um eine sehr traditionell aufgebaute Lesung handeln würde.
Als wir mit der Klasse dann in der Pilkenrafel waren, wurde uns gesagt, dass es sich beim Raum um einen sehr besonderen handeln würde, sodass wir Schue ausziehen sollten und Wollsocken, die bereit standen, anziehen konnten.
Uns wurde der Titel erklärt und wie die Lesung aufgebaut war, doch uns wurde nicht verraten, wie der Raum aussah. Am Eingang bekam jeder von uns einen kleinen Zettel mit einem Zitat Kafkas. Was mr auffiel war die Tatsache, dass die Theaterregisseurin jedem Einzelnen nicht irgend eige Karte gab, sondern erst geguckt hat, welchen sie der Person gibt.
Der Raum war sehr dunkel, nur “Vorne” war Licht. Mir gefiel die Atmosphäre sehr, denn sie verkörperte die Stimmung vor dem Schlafengehen sehr gut. Hinzu kam, dass wir Besucher nicht auf Stühlen saßen, sondern auf den Sprüchen lagen, wo man auch Kissen finden konnte.
Als die Lesung anfing, musste man sich erst daran “gewöhnen”, dass nur Fragmente vorgetragen wurden und keine vollständigen Geschichten.
Manche von diesen Fragmenten waren sehr interessant, jedoch konnte man nicht allen folgen, man fühlte sich tatsächlich wie in einem Traum, oder wenn man aufwacht und sich nicht mehr daran erinnern kann, was man geträumt hat.

Sara Pinto

2. November 2011 - 19:42 Uhr

Liebe Pilkentafel,
die Lesung Kafkas Fragmente hat mir sehr gut gefallen. Von der Gestaltung des Raumes war ich sehr positiv überrascht – da man sich wenn mann zu einer Lesung geht, normalerweise nicht vorstellt, dass man diese im liegen anhört.
Auch die Auswahl der Fragmente halte ich für sehr gelungen, es gab viele auf sehr verschiedene Weise ansprechende Texte, die einem lange im Gedächtnis bleiben.
Die Begleitung des Cellos war sehr passend und hat einen immer wieder gefesselt, und hat den einzelnen Fragmenten noch mehr Aussagekraft verliehen.
Durch die einzigartige Atmosphäre kann man sich viel besser auf die Texte einlassen und sich vollkommen darauf konzentrieren.
Alles in allem fand ich das Stück sehr gelungen und interessant.
Mit freundlichen Grüßen
Leonie

22. Oktober 2011 - 23:04 Uhr

Liebe Pilkentafel,

im großen und ganzen hat mir die Lesung wirklich gut gefallen. Nicht nur, weil wir gemütlich und zugedeckt dalagen und zudem auch noch etwas zu knabbern bekamen, nein, viel mehr, weil mich die Besonderheit der Aufmachung, der persönliche Bezug und die gesamte Inzenierungm die von “normalen” Theatererfahrungen abweicht, beeindruckt hat. Hiebei möchte ich auch ganz direkt ein Lob dafür aussprechen dass so viel Text fehlerfrei gesprochen wurde, obwohl diese zum Teil auch sehr verwirrend waren und trotzdem mit sehr viel Überzeugung vorgetragen wurden.
“Bitte betrachten Sie mich als einen Traum”. Mit diesen Worten betraten wir den Raum,wo jeder durch ein Zitat Kafkas seinen Platz fand. Die Lesung hatte für mich tatsächlich eine “traumatische” Wirkung, da man sich öfter dabei erwischte einzuschlafen, dabei aber einzelne Fetzen der langen Sätze im Kopf festhielt. So kam es dazu, dass man mal mehr oder weniger auf die Fragmente Kafkas reagierte, je nach dem, wie sehr man selber einen Bezug dazu fand. Das hat mich sehr fasziniert eine solche Atmosphäre schaffen können.
Durch das Cello wurden viele Fragmente mit Gefühlen unterlegt, was für mich eine spannende Wirkung hatte. Mal fühlte ich mich wohl, al etwas unbehaglich. Aber genau das führte dazu, dass man nie richtig einschlief, sondern in Ruhe die Zeit fand, jedes neue Gefühl zu verarbeiten.
Vielen Dank für die tollen Eindrücke!
Julia Kolwe

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