Die Hörer

Eine amtliche Intervention

Zwei Mitglieder einer merkwürdigen Behörde, zwei Spezialisten zur Überprüfung akustischer Verhältnisse, Frau Dr. Sauerfurth-Ludenwurg und Mörg, ausführlicher Assistent, betreten unangekündigt den Klassenraum mit einem Wagen voll eigentümlicher Geräte. Sie beginnen mit den verschiedensten Untersuchungen, messen Lautstärken und Leisigkeits-verständnisminimale, schieben Stühle, quietschen mit Kreide, sprechen merkwürdige Texte, überprüfen mit dem Geigenbogen, bringen den Raum zum Klingen und die Kinder zum Lauschen... Nach und nach verwickeln sie die Kinder in ihre Experimente, erkunden mit ihnen die Stille, probieren aus, wie laut man mit Papier rascheln kann, testen, wie laut es ist, wenn alle gleichzeitig reden, und sensibilisieren so die Kinder für das Hören im Allgemeinen und das Aufeinanderhören im Speziellen. Der alltägliche Klassenraum verwandelt sich durch das bloße Hören in einen besonderen, magischen Ort. 

Von und mit: Elisabeth Bohde und Torsten Schütte
Musikalische Beratung: Matthias Kaul
Texte: Oskar Pastior

 

Gewinner des jungen ohren preis 2013 in der Kategorie LabOhr

Die Jury sagt:

"„Die Hörer“ ist ein überraschender Lauschangriff auf den ungeordneten, überhörten Lärm im Klassenzimmer. Die Klangforscher sind zwei erfahrenen Theaterpädagogen und Schauspieler Elisabeth Bohde und Torsten Schütte. Die Kinder werden in einer skurrilen Laboratmosphäre mit Geräuschen aus ihrem Klassenzimmer und dadaistischen Texten konfrontiert. Sie sind fasziniert von den Erkenntnissen und werden zu konzentriertem Lauschen verführt. Ein mitreißendes Projekt, das an möglichst vielen Schulen aufgeführt werden sollte."



Dieses Stück kann nur in Schulen gespielt werden!

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Kritik

Die Presse sagt
In diesem Klassenzimmer herrschen "bedenkliche akustische Verhältnisse", stellt Mörg fest. "Die Knallung der Tür" klingt immerhin 84,6 Dezibel laut. Der "Stuhlsturz" reicht mit 88,3 gar an gesundheitsschädigende Werte heran. "Buchklapp" (78,3) ist hingegen harmlos leise. Schnell merken die Kinder, dass keine wirklichen Wissenschaftler, sondern leibhaftige Schauspieler ihren Unterricht aufmischen. Der zehnjährige Janik in der ersten Reihe dreht sich zu den anderen um und tippt sich verwundert an den Kopf. Doch schon bald lachen die meisten Schüler herzhaft und bieten für die Messungen ihre Hilfe an. Für den "Tischsprung" melden sich Freiwillige, für den "Papierzerriss" würden ein paar Schlaumeier gar ihre Hausaufgaben opfern. 
Sulin (10) verfolgte das Geschehen eher zurückhaltend. Als die Schauspieler aber mit auf Stricknadeln aufgespießten Flummis über die einzelnen Tische schieben, legt auch sie ihr Ohr auf die Tischplatte und lauscht dem Summen. 
Wie gefesselt lauschen die Viertklässler der Stille, in der nur die Heizung rauscht. "Leisigkeit, Mörg!", schreit Bohde; die Schüler brüllen vor Lachen.

Die Schüler sagen
Wollt ihr nicht Lehrer werden? 
Wann kommt ihr wieder? 
Cool. Es war sehr lustig. 
Ich fand es witzig und nett dass Sie gekommen sind. 
Ich hoffe, irgendwann sehe ich noch so ein kleines Theaterstück von ihnen.

Eine Lehrerin sagt
Die Pilkentafel war da!
Kinder zunächst: verwirrt (häää??!) blicke hin und her (viele Blickkontakte mit der Lehrerin…) unsicher, verständnislos (?) amüsiert, kopfschüttelnd, beobachtend, kichernd, Wörter/Sätze fremd und ungewöhnliche, befremdlich
Kinder allmählich: belustigt, Blicke auf Akteure, gespannt, immer mehr mitgehend, langsam „auftauend“ lachen, sicherer in der eigenen Aktion, Wörter/Sätze „begreifend“,aufnehmend, umsetzend
Kinder schließlich: Begeistert – agierend – verstehend- hörend!
Kinder hinterher: überlegend, diskutierend, Ideen entwickelnd
→ Theater in der Schule! Wälz minütt – Grochen Urgel → 100% ! – genau! Gern + immer wieder!!
Eine ebenfalls begeisterte Lehrerin

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